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Die Herkunft der Quistorps

14. bis 16. Jahrhundert

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Die Stammreihe der Quistorp'schen Vorfahren lässt sich zu jenem Ort in Ost­ holstein zurück­verfolgen, dessen Namen die Familie trägt und der 1256 erst­mals urkundlich erscheint. Wir können heute unsere Verwandtschafts­verhält­nisse urkundlich lückenlos bis zu Mar quart Quistorp nachweisen, der 1542 und 1549 als Voll hufner (d.h. freier Bauer) in Neu dorf erwähnt wurde, einer östlich an Quis dorf angrenzenden Siedlung. Zuvor waren 1455 ein weiterer Mar quar(t) Quistorpp und 1472 ein Hin rik Quistorp ebenfalls als Vollhufner in Neudorf aufgeführt. Auch wenn alles dafür spricht, dass es sich um direkte Vorfahren gehandelt haben wird, kann dies noch nicht lückenlos belegt wer­den. Ebensowenig kann bisher belegt werden, dass die Familie den Dorfnamen deswegen als Nachnamen trägt, weil sie seit ca. 1140 die Lokatoren des Ortes waren. Die Lokatoren waren die Ansiedlungs-Anführer einer Dorf­gemein­schaft aus den altdeutschen Gebieten, später ging die Bezeichnung auf die Sprecher der Bauern in den jeweiligen Dörfern über.

Der nachfolgende Aufsatz möchte die Familienher­kunft in historischer Reihenfolge bis hin zu den be­kannten Rostocker Quistorps darlegen und hierbei sowohl die Geschichte des Ortes als auch die des Familien­namens erläutern. Er führt ferner alle heute be­kannten Erwähnungen des Nach­namens bis zum Jahre 1600 auf, um zukünftige Ahnenforschungen über die Herkunft der Familie zu erleichtern und anzuregen.

Der Ort Quisdorf liegt 4 Kilometer südwestlich von Eutin und rund 30 Kilometer nördlich von Lübeck. Er war als Runddorf (sog. Rundling) angelegt worden. Solche Dörfer bestanden ursprünglich meist aus 4 bis 6 Hufen, die jeweils 30 ha bis 40 ha groß waren und später zum Teil in größere Höfe zusammengefasst wurden. Heute leben dort rund 160 Einwohner.

 

Wann das Dorf entstanden war und von welchem Volksstamm es gegründet wurde, ist noch nicht erforscht worden, denn bisher wurden im eigentlichen Dorfbereich selbst keine Funde getätigt[1], die Aufschlüsse über eine vorangegangene Besiedlung geben würden. Die ursprüngliche Anlage als Rundling und der Ortsname sprechen prima facie für einen slawischen Ursprung[2]. Da es aber keine für die Slawen wohl typische Dorf­anlage mit einem Anger in der Mitte war, könnte es auch wesentlich älteren, germanischen Ursprungs sein, also von vor der Slawenzeit.

Die Gegend zwischen Trave und Schwentine hatte bereits eine wechselhafte Vergangenheit hinter sich. Bis etwa 600 n. Chr. hatten die germanischen Holsten das Gebiet bewohnt, es aber im Zuge der Völkerwanderung verlassen. Etwa ein Jahrhundert lang blieb es siedlungsleer[3] bis ab 700 n. Chr. die slawischen Wagrier kampflos nach Ostholstein sickerten. Karl der Große überliess das Gebiet später den ebenfalls slawischen Abodriten, da sie sich mit ihm im Kampf gegen die Sachsen verbündet hatten, und einigte sich 810 n. Chr. mit ihnen auf den limes saxoniae, den Grenzstreifen des slawischen Siedlungsraums. Die für die Herkunft unserer Familie relevante Gegend lag am östlichen Rand dieser Grenze und berührte demnach das slawische Wagrien.

In der Folgezeit begann zunächst die christliche Missionierung Wagriens, aber die Kämpfe um die Vormachtstellung setzten sich fort. Im darauf folgenden Jahrhundert wuchs erneut die Macht der heidnischen Slawenstämme; ihre militärische Überlegenheit wurde bemerkbar. Es kam zu regelmäßigen Auseinandersetzungen und Übergriffen. Das christliche Leben in Wagrien erlosch nach dem Slawensturm 1066. Spätestens jetzt wird Cutesdorp/Quizsdorpe slawische Bewohner bekommen haben.

Anfang des Jahres 1111 belehnte Herzog Lothar von Sachsen zur Befriedung des nordelbischen Raumes den Grafen Adolf von Schauenburg mit Holstein und Stormarn. Die Schauenburger führten einen von umfang­reichen Verwüstungen Wagriens geprägten förmlichen Kreuzzug gegen die Slawen. 1147 zerstörte der Slawenfürst Niklot Lübeck. In seiner berühmten Chronika Slavorum von 1165 spricht der Presbyter Helmond aus dem Pastorate zu Bosau vom "Land des Hungers und des Elends". Ende des 12. Jahrhunderts drangen die Dänen in den politisch aufgespalteten norddeutschen Raum, wurden aber am  22. Juli 1227 in der historischen Schlacht bei Bornhöved besiegt und wieder hinter die Eider zurückgedrängt. Damit war das Werk der deutschen Ostsiedlung gesichert, die Herrschaft der Schauenburger gefestigt und dem Aufstieg Lübecks und der hansischen Handelsmacht der Weg gebahnt[4]. Die Herrschaft der Schauenburger wurde für das gesamte Gebiet nördlich der Elbe eine hochbedeutsame Epoche. Nach außen wehrten sie die Slawen ab und eroberten die Gebiete östlich des limes saxoniae. Im Inneren kam es zu einer umfassenden Umgestaltung der Herrschafts- und Verwaltungsstrukturen. Beginnend in den eroberten Gebieten führten die Schauenburger das Lehenswesen ein, schafften ein landesherrliches Beamtentum und bauten eine gräfliche Gerichtsbarkeit aus. Sie brachten ihre Ritter und Beamten für die erforderliche Führungsschicht zum Großteil mit.

Zunächst erfolgte durch die Holsten die Wiederbesetzung der öd gewordenen Grenzregion. Deren altsächsichen Namen waren rund 80 Jahre nach dem Gebietsverlust noch bekannt und wurden weiterverwendet. Ab 1143 veran­lassten die Schauenburger dann eine regelrechte Kolonisation durch Siedler aus den altdeutschen Gebieten: Flandern, Holland, Utrecht, Westfalen und Friesland. Hierbei siedelten sie die zugewanderten Bauern nach Stammeszugehörigkeit geschlossen an und nutzten die vorgefundenen Flächen. Die verbliebenen Wenden lebten in gesonderten Dörfern. Ob das Dorf Cutesdorp/Quiztorp als Enklave der Wenden fortge­führt[5] wurde oder ob es (auch) von Holsten besiedelt wurde, wissen wir nicht; wir vermuten allerdings Letzteres[6].

Der Bezirk Eutin, an den Cutesdorp/Quiztorp grenzte, wurde gleich um 1143 von Holländern besiedelt. Die Holländer lebten dort sehr autark mit eigenem Rechtssystem, eigener Organisationsstruktur und eigener Bewirtschaftungsart[7]. Die Orte Eutin und Bosau bestanden bereits als slawische Siedlung, wahrscheinlich sogar aus vorslawischer Zeit. Bosau war eine heidnische Götzenstätte der Slawen gewesen und wurde gerade deshalb dem Bischof überlassen und von ihm zu einer christlichen Kultusstätte erhoben. In seiner 1905 erschienenen Chronik des Kirchspiels Bosau schreibt Johannes Piening: das Kreuz erhob sich als Siegeszeichen auf den Opferaltären[8].

Mit der Endung "-dorp" handelt es sich um einen der typisch slawisch-deutschen Mischnamen, deren erster Bestandteil als slawischer Eigenname gedeutet wird. Über eine Person namens Cutes wissen wir derzeit nichts Näheres; vielleicht war er der Bezirksherr (regulus) des dann nach ihm benannten Dorfes, denn eine Quelle berichtet von einem slawischen Häuptling Cutez[10]. Zwischen ca. 1283 und 1327 kam es zur veränderten Schreibweise des Ortsnamens. Über die Herkunft der von da an verwendeten Vorsilbe "Qui(d)s" gibt es zwei Theorien. Die von uns geteilte erste Theorie besagt, dass "Cutes" sich im Laufe der Zeit sprachlich zu "Quids" entwickelt habe. Die Anhänger dieser Theorie[11] gehen davon aus, dass die Aussprache beider Wörter ähnlich war, und weisen darauf hin, dass die Slawen zur Zeit der Ansiedlung der Germanen über keine Schriftsprache verfügten[12] und die übernommenen slawischen Ausdrücke allmählich in die niederdeutsche Schriftsprache übernommen wurden. Eine solche Entwicklung nahm, beispielsweise, die Schreib­weise des slawischen Ortes Cuscin, aus dem Quetzin (bei Plau in Mecklenburg) wurde. Eine zweite Theorie geht davon aus, dass sich das Wort ebenfalls auf eine Person zurückführen lässt und dass der Namenswechsel einen Wechsel der das Dorf bestimmenden Familie – möglicherweise von einer slawischen zu einer niederdeutschen – wiedergibt[13]. So gab es im Niederdeutschen Träger des Namens „Quist“ und auch einen Quistenhof[14] (im heutigen Kreis Rendsburg-Eckernförde). Nach dieser zweiten Theorie wäre also eine Person namens Quist zum neuen Locator[15] bestellt worden[16], und dies war der Grund für die Umbenennung von Cutesdorp auf Quizsdorpe[17]. Hervorzuheben bleibt, dass um 1300 begonnen wurde, die Namensschreibweise mit dem Anfangsbuchstaben Q als Ortsbezeichnung zu verwenden.

Das von den Schauenburgern eingeführte Lehenswesen führte zu tiefgreifenden sozialen Strukturwandlungen. Das Lehensband erlaubte dem (niederdeutschen) Adligen, einen Teil der Einkünfte aus den zugewiesenen Ländereien zu behalten, verpflichtete ihn aber auch zur Gefolgschaft und zu staatlichen Aufgaben, wie Lokalverwaltung (Vogt), Erhebung der Einkünfte und eines Militäraufgebotes, Durchführung der gräflichen Gerichtsbarkeit und Betreuung der gräflichen Burgen. Die in seiner Region Ansässigen wurden dem Lehnsmann zu Diensten und Abgaben verpflichtet. Aus den Lehensnehmern wiederum entwickelte sich die immer einflussreicher werdende schleswig-holsteinische Ritterschaft. 1422 erreichte sie mit dem sog. Bedeprivileg, dass sie für ihre Besitzungen und für die Hufe ihrer bäuerlichen Hintersassen von der Steuer befreit wurden und damit eine eigene Grund­herrschaft ausbauen konnten. Diese Grundbesitzungen waren nicht notwendigerweise geschlossene Güter sondern teilweise weit verstreute Stückländereien, deren Lehnsherr nicht einmal in der unmittelbaren Region lebte. Im Raum der landesherrlichen Vogteien – also außerhalb des Gebiets dieser adligen Grundherrschaften – konnte sich das freie Bauerntum erhalten. In einigen Regionen gewann die Kirche zunehmend an Bedeutung und Macht. Ihr Bestreben wurde es, den Landbesitz erheblich zu erweitern. Dies erfolgte primär auf Kosten des Adels, dem sie eine große Anzahl von Besitzungen abkaufte.

Hierdurch kam es auch zur aus heutiger Kenntnis ersten urkundlichen Erwähnung der Ort­schaft Cutesdorp/Quisdorp. Im Urkundenbuch des Bistums Lübeck[18] ist über die Ländereien in Cutesdorp dokumentiert, dass 1256 der Bischof einen dortigen Hof aus adliger Hand erhielt. Es handelt sich hierbei um den Schiedsvertrag vom 21. Dezember 1256 zwischen dem Bischof Johann von Diest und den Rittern Volrad Sten, einem Onkel und seinem gleichnamigen Neffen, die beide (nacheinander) Vogt von Eutin waren. Dem Schiedsvertrag war ein hundertjähriger Konflikt zwischen Bischof und Eutiner Vogt vorangegangen, der durch diesen Vertrag endgültig zugunsten des Bischofs beigelegt wurde. In dem Schiedsvertrag treten die Sten rechtmäßigen und unrechtmäßigen Besitz und Einfluss gegen eine Zahlung von 600 Curant[19] ab. Im Zusammenhang mit dem unrechtmäßigen Besitz wird Cutesdorp aufgeführt (Es gehörte damals rechtmäßig zum Kirchspiel Bosau). Ebenfalls im Urkundenbuch des Bistums Lübeck befindet sich eine zweite Erwähnung: Um 1283[20] wird Cutesdorp im Verzeichnis der Einkünfte der bischöflichen Tafel zu Lübeck aufgeführt[21]. Auch dieser Vorgang lässt vermuten, dass es keine wendische Enklave war.

Im Lübecker Oberstadtbuch (Grundbuch) steht 1317 zum Grundstück Große Burgstraße 627 der Eintrag: „1317, Detleuus de Quiztorpe emit a sorore Joachim pistoris domum sitam in plathea castri prope domum quondam Edeleri Papen“. Für den 25.7.1327 enthält die Lübecker Neubürgerliste einen Eintrag über einen Marquardus aus Quizstorpe[22]. 15 Jahre später findet sich dort ein ähnlicher Eintrag vom 31.3.1342 über einen Hinricus aus Quidzstorp[23].

Im 14. Jahrhundert kam es bei den Quisdorper Hufen noch zu mehreren urkundlich überlieferten Eigentumswechseln zwischen kirchlichen und weltlichen Besitzern. Am 14.10.1336 verkaufte der Bischof Heinrich von Bockholt zwei Hufe an den Ritter Herman Knif[24].

Am 18.2.1353 wird es als Teil des Kirchspiels Eutin – villa mea Quistorpe – aufgeführt[25] (Es muss also vor 1353 vom Kirchspiel Bosau zum Kirchspiel Eutin zugeordnet worden sein).

Am 2.2.1372 kaufte der Bischof für die Kirche eine Hufe – domum et curiam in Quistorp[26].

Am 7.8.1392 verzichteten Hinrich Brockdorff und Johann Marnte auf ihre Ansprüche auf eine Wiese in Quisdorf[27].

Am 14.9.1410 tauschte der Ritter Marquart von Siggem[28] das gesamte Dorf Quistorp mit Majenfelde und Rethwisch[29] an den Bischof Johann VI. Dulmen[30].

1433 wurde der Ort im Lübecker Zehntregister erwähnt[31].

Zusammen betrachtet zeigen diese Beurkundungen, dass es während des 14. Jahrhunderts[32] keine Familie gab, die das Eigentum am gesamten Dorf innehatte.

Dennoch beginnt eine Familie bereits relativ schnell nach der ersten überlieferten Dokumentation des Ortsnamen diesen Namen als Familiennamen zu verwenden. Die heute bekannte erste urkundliche Erwähnung des Namens als Familiennamen ist 1364 im Lübecker  Stadtbuch (Grundbuch) dokumentiert. Dort ist überliefert, dass Johan Quitzstorp im Rahmen einer Erbteilung mit seiner Stiefmutter und seinen Halbschwestern von seinem Vater Wulfo aus Erwetrade (heute Arfrade bei Curau) ein Haus in Lübeck, Hartengrube 734/735, übertragen wurde[33]. Da es sich um eine vorbildliche Erbregelung nach lübischem Recht handelte, stand diese Eintragung bis zur Einführung des BGB am 1.1.1900 in juristischen Lehrbüchern[34]. Dank dieser Eintragung kann unsere Familie die Herkunft ihres Namens fast bis zum Zeitpunkt der ersten Verwendung zurückverfolgen und dokumentieren. Die Eintragung lautet:

Notum sit, quod ad Johanem Quitzstorp, primum filium Wulfonis de Erwetrade, ex divisione hereditaria, qua per provisores a vitrica sua et pueris eius, semi­sororibus suis, divisus est, cessit domus, pridem patris sui Wulfonis predicti, ....
quam sibi dicte semisorores eius et earum mater cum proximis et provisoribus coram Cons. resignavit.

 

Übersetzung:

Festgehalten sei, dass auf Johan Quitzstorp, dem ersten Sohn des Wulfo von Erwetrade, aufgrund einer Erbauseinandersetzung, bei der er durch die Vormünder von seiner Stiefmutter und deren Kindern, seinen Halbschwestern, abgefunden wurde, das Haus, vorher seinem bereits genannten Vater Wulfo gehörig, übertragen wurde ...
auf welches seine genannten Halbschwestern und ihre Mutter mit den nächsten Freunden und Vormündern vor den Ratsherrn verzichteten.

Fassen wir diese Mosaiksteine von vorhandenen Informationen zu einem – zugegebenerweise spekulativen – Bild zusammen. Ungefähr um das Jahr 1300 beginnt die Verwendung als Ortsname; 1364 verwendet Johan ihn bereits als Nachnamen. Es war die Zeit, in der Nachnamen zwar häufiger wurden, aber immer noch auf einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung[35] be­schränkt war. Zu den Mitgliedern der mit wesentlichen Lehensrechten ausgestatteten schleswig-holsteinischen Ritterschaft gehörten die Quistorps nicht; dies wäre überliefert. Eigentümer des gesamten Ortes war seine Familie ebenfalls nicht. Aber Art und vergleichsweise frühe Nutzung des Nachnamens lassen auf gehobenen Rang und Stand der Familie schließen, der über den eines normalen freien Bauern hinaus­ging. Insofern könnte es sein, dass die Familie sich auf den Locator zurückführen lässt, der zu jener Zeit das Dorf führte. Zumindest erscheint es unwahrscheinlich, dass die Familie des Locators es geduldet hätte, dass eine andere Familie in der unmittelbaren Nachbarschaft den Namen „ihres“ Ortes annahm. Die Locator-Familie wiederum wird sächsischen Ursprungs gewesen sein und eventuell 1143 mit den Schauenburgern als einer der „Siedel-Meister“ (= locator) für eine Dorfgemeinschaft aus dem altdeutschen Holsten nach Cutesdorp (zurück-) gekommen sein.

Wie direkt lässt sich Johan auf den Locator zurückführen? Wulfos Familie lebte in Lübeck; ihr Haus mit zwei Hausnummern lässt einen gewissen Wohlstand vermuten. Wulfo kam nicht aus Quisdorp, sondern aus Erwetrade. Da aber der Ortsnamenswechsel nicht weit zurücklag und Wulfo 1364 als Vater mehrerer Kinder starb (und damit vermutlich vor 1327 geboren worden war), wurde möglicherweise sein Vater noch in Quisdorp geboren. Entweder Wulfos Vater oder allenfalls dessen Vater – Johans Urgroßvater – könnten dann die frühesten Träger des gerade erst verwendeten Namens sein. Ferner kann man aufgrund des Jüngstenrechts vermuten, dass der nach Erwetrade umgezogene Vater und der nach Lübeck umgezogene Wulfo jüngere Brüder hatten, die den jeweiligen Hof erbten.

Ende des Jahrhunderts – und damit rund 150 Jahre nachdem die Kirche begann, das Eigentum an den in Quisdorp und Umgebung gelegenen Hufen zu übernehmen – ist dann zum ersten Mal in der Familie ein Geistlicher dokumentiert. Am 9. und am 13. Dezember 1396 siegelte ein Hinrich Quistorp jeweils eine Urkunde[36] (pro vicaria Quistorpes in ecclesia sancti Georgii) mit einem Wachssiegel, das ein Brustbild des Heiligen zeigt und die Namensumschrift „sigillum hinrici quistorp“ trägt. Als Pfarrer zu St. Georg im mecklenburgischen Wismar kaufte er für seine Vikarie zwei 10 km südwestlich gelegene Hufen in Souenstorpe (heute: Saunstorf) im Kirchspiel Beyendorpe (heute: Beiendorf) von Henning von Strahlendorf.

Der nächste Nachweis trägt wieder ein Siegel. Im Archiv von Lübeck befindet sich eine Urkunde vom 18. Februar 1411[37] mit der Unterschrift eines Johan Quistorp und mit einem Wachs-Siegel (sog. Bauern-Siegel mit Namensumschrift[38]) Beurkundet wird, dass Johan als einer der Vormünder[39] der Kinder des Arnd Zeppenhagen den Erhalt der Ablösezahlung zum Rückkauf einer Rentenverpflichtung des Rats zu Lübeck bestätigt. Es könnte sich eventuell um dieselbe Person aus der geschilderten Erbteilung handeln.

1441 wird in Heiligenhafen ein Marquat Quystorp in der Neubürgerliste erwähnt[40].

Die ersten Erwähnungen von Namensträgern in unmittelbarer Nähe des Dorfes Quistorp stammen aus dem Zehntregister aus dem Jahre 1458 (1455?). Alle waren steuerpflichtige Hufner. Asmus Quistorp lebte in Horstorp (heute: Horsdorf); Hans Quistorp lebte in Nyenkercken (heute : Neukirchen; dort gab es noch im Jahr 1769 Nachkommen); und Marquart Quistorp lebte in Hansfelde[41].

Besondere Aufmerksamkeit möchten wir auf zwei weitere Beurkundungen im Lübecker Zehntregister aus dem gleichen Jahr 1455 lenken. Marquar[42] Quistorpp[43] lebte in Niendörp und Hinrick[44] Quistorpp lebte in Crummsee. Aus beiden Dörfern sind später Generationen von Hufnern überliefert, die unseren Namen trugen und zu denen sich unsere jeweiligen Familien-Stammreihen beurkunden lassen. Wir stammen von den Niendörper Quistorps ab; vom Crummseer Familienstamm stammen die Quistorff ab, die sich bis heute fast ausnahmslos mit 2 „ff“ schreiben[45].

Niendörp oder Newendorp (heute: Neudorf) grenzt unmittelbar ostwärts an Quisdorp. Es war eine Neugründung holländischer Siedler, die ihrerseits 1215 in einer Bestätigung einer Schenkung der umliegenden Dörfer an die Kirche Bosau erstmalig erwähnt wird[46] und mit 9 Hufen gut doppelt so groß war wie Quisdorp. Wegen seines Nachnamens und seines Wohnorts liegt es wiederum nahe zu vermuten, dass der eben erwähnte Marquar ebenfalls von der Locator-Familie des Nachbarortes abstammt.

Nach Marquar Quistorpp ist durch das Lübecker Zehntregister aus dem Jahre 1472 ein Hinrik Quistorp[47] in Niendörp nachgewiesen. Wie schon Marquar war Hinrik ebenfalls Hufener in Niendörp. Hufner war eine Bezeichnung für freie Bauern, die mindestens eine Vollhufe besaßen und bewirtschafteten. Wahrscheinlich waren Marquar und Hinrik Vater und Sohn.

Über die ihm unmittelbar nachfolgende Generation gibt es derzeit noch keine Dokumentation. Das Land befand sich erneut in großem Umbruch. In militärischen Auseinandersetzungen ging es diesmal um Machtverschiebungen zwischen den drei Kräften Landesherren, Stände und Hansestädte. Nach 1520 begann obendrein die Reformation in Schleswig-Holstein. 1535 wurde das Kirchspiel Bosau reformiert und als Folge am 9. März 1542 die von Johannes Bugenhagen ausgearbeitete evangelische Kirchenordnung einmütig gebilligt[48].

In den Steuerlisten von 1542 und 1549 wird erneut ein Marquar(d)t Quistorp aufgeführt, geboren um 1496 und ebenfalls Hufener in Niendörp[49]. Auf gleichem Hof und mit gleichem Nachnamen war er wahrscheinlich ein Enkel des 1472 erwähnten Hinrik Quistorp. Da dies jedoch noch nicht belegt werden kann, ist Marquart nach heutigem Wissensstand der älteste Namensträger, bis zu dem alle heute lebenden Quistorps ihre Stammreihe lückenlos urkundlich nachweisen können (Eutiner Kirchenbücher von vor 1633 sind nicht mehr vorhanden).

Crummsee (heute: Krummsee bei Malente) liegt nur 17 Kilometer von Quisdorp entfernt. Nach Hinricks Erwähnung aus dem Jahre 1455 ist dort die nächste Dokumentation erst knapp 90 Jahre später. Im Türkensteuerregister von 1542 wurde ein weiterer Hinrik Quistorp, ge­boren um 1505, registriert[50]. Vermutlich ist er ein Enkel (oder Urenkel) des 1455 erwähnten gleichnamigen Hinrick. Aus den beiden nächsten Generationen sind als Hufener in Krummsee dokumentiert[51] ein Sohn, um 1540 geboren, und ein Enkel Hinrik, um 1575 geboren.

Außerhalb der beiden Ortschaften Niendörp und Crummsee sind uns noch eine Reihe weiterer Erwähnungen überliefert, die wir noch nicht verwandtschaftlich zuordnen können. Aus dem Kollegiatstift zu Eutin ist eine Sammlung von Rechnungen des Thesaurars aus den Jahren 1458 bis 1466 erhalten[52]. In dieser Sammlung sind Reymer Quistorp und Hinrich Quistorp mehrfach erwähnt.

Von 1484 bis ca. 1513 war ein weiterer Johan  Quistorp Vikar in Eutin[53]. Er wird im Stadtbuch hauptsächlich wegen kleinerer Rentenkäufe in Eutin genannt. Insgesamt legte er dabei über 100 Mark an. 1490 ist er Testamentsvollstrecker des Eutiner Bürgermeisters Marquard Scherff und seiner Frau. Um 1500 wird er als Zeuge vor dem Eutiner Rat genannt.

Ein Vitus Quistorp wird 1521 in Lübeck im Testament von Wilhelm Delbrugghe als Begünstigter eines Vermächtnisses in Höhe von insgesamt fünfzehn Lübischen Mark bedacht[54].

Ferner ist aus dem Jahre 1553 festgehalten[55], dass ein Heinrich Quistorp vom Eutiner Obervogt Hans Powischke als Bevollmächtigter in das Klostervogteigericht zu Wulpsdorf (heute Wulfsdorf) bei Lübeck gesandt wird. Eventuell war er identisch mit dem 1472 im benachbarten Niendorp erwähnten Hinrik.

Am 3. Dezember 1581 heiratet Asmus im Lübecker Dom die Patriziertochter Alheit Pate[56].

Obwohl die Familie ursprünglich aus dem gleichnamigen Ort stammen muss, steht die früheste Erwähnung des Quistorp'schen Nachnamens im eigentlichen Dorf Quistorp erst im Steuerregister 1601-24[57]. Dort ist Mari Quistorp als Insten aufgeführt, damals eine Bezeichnung für eine(n) das Altenteil beziehende Hufener(in?), und in diesem Falle nicht für einen Handwerker oder einen Deputatarbeiter. Sehr viel später zog Christoph Quistorf 1755 von Crummsee nach Quisdorp – der Heimat seiner Vorväter – auf die Hufe Nr. 2 seines Schwiegervaters (?) Jochim Bünning[58], die bis zum Verkauf 1913 im Eigentum seiner Familie blieb[59].

Kehren wir für den Rest unserer Betrachtungen nach Niendörp zurück. Auf der selben Hufe wie Marquart ist anschließend (ein Sohn ?) Burckhardt nachgewiesen. Geboren um 1526, ist er ab 1554 als Hufener dokumentiert[60]. Auffallend ist, dass für die Hufe in den Steuerregistern von 1568 bis 1643 keine Steuerpflicht besteht; dies könnte auf das Amt eines Bauernvogts schließen lassen.

Von Burckhardt wiederum sind drei Söhne überliefert: Der jüngste Sohn Hanss, geboren 1564, übernahm nach dem für die Erbfolge geltenden Jüngstenrecht die Landwirtschaft auf der Hufe 8 und wird noch im Steuerregister von 1650 dort als Hufner genannt. Er hatte vier Töchter[61]. In den für die Dokumentation unserer lückenlosen Stammreihe wichtigen Eutiner Bestattungsbüchern ist er 1665 anlässlich des Todes seiner Frau Abel als Halbhufener und 1669 anlässlich seines eigenen Todes am 20. April im Alter von 104 Jahren als Hausmann (Bezeichnung für einen Hufener im Ruhestand) erwähnt[62]. Eintragung Nr. 43 im Sterberegister Eutin 1669 lautet:

Den 20. Aprilis starb der alte Hanss Quistorp, Hausmann zu Niendorff, so ein Man von hohen Jahren, der sein alter auf 104 Jahr gebracht, dessen Hausfraw erst vor vier Jahren gestorben. Er wahr noch immer bei ziemlich Kräften, bei gutem Verstande und Vernunft, maßen Er noch 4 Tage vor Seinem Ende mit Gott sich ausgesöhnet und also wohl und gottergeben gestorben. Sein Bruder-Sohn wahr der berühmte Doctor Theologiae Johannes Quistorpius wohlverdienter Theologus zu Rostock. Dieser alte Hanss Quistorp wurde den 25. Aprilis christlich zur Erde gebracht.

 

Der mittlere Sohn Peter, geboren um 1560, lebte als Bürger und Handelsmann in Berlin[63]. Auch von ihm sind Nachkommen bekannt.

Der älteste Sohn war Joachim Quistorp, vermutlich um 1556 in Niendorf geboren [64]. Von ihm stammen alle heute lebenden Namensträger ab und durch ihn vollzog sich für unseren Familienstamm der Wandel vom Jahrhunderte lang vorherrschenden Bauernstand zum Bürgertum. Er zog nach Rostock und heiratete dort 1582 Catharina Dumrathen, eine 1562 in Rostock geborene Tochter[65] des Beutlers (Weißgerbers) Hinrich Dumrath und seiner Frau Anna Haleck(en). Beide Familien, Dumrath und Haleck, scheinen bereits dem Rostocker Bürgertum angehört zu haben; zumindest lässt die spätere Leichenpredigt auf Catharina dies vermuten[66]. Joachim übte den Beruf des Beutlers aus – wahrscheinlich war er bereits mit dieser Ausbildung nach Rostock gekommen und hatte so Catharina kennengelernt. Er  erlangte das Rostocker Bürgerrecht. Laut Taddel waren Joachim und Catharina Quistorp Handwerker „von geringen Umständen und Mitteln, aber fleißig und von rechtschaffenem Gemüthe“[67]. Sie bekamen acht Kinder. 1604 starb Joachim als Bürger und Beutler in Rostock[68].

Seine Ehefrau überlebte ihn um 42 Jahre und heiratete in zweiter Ehe den Wittenburger Prediger Bernhard Bojemus[69], der später 1631 dort starb. Catharina zog für 16 Jahre zu ihrem Sohn, dem inzwischen berühmt gewordenen Rostocker Theologen Johannes Quistorp (dem Älteren), unserem Ahnherrn. Sie starb dort am 3. Februar 1647

 

[1]    Frdl. Mitteilung von Rektor G.  XE "Peters, G." Peters, Eutin: Aufgrund von Funden weiß man, dass zwischen Quistorp und Eutin auf der „Borg XE "Borgkoppel" koppel“ an der Plöner Chaussee der späteren Ortschaft Neudorf eine Burg aus der vorslawischen Zeit gestanden hat, die lange Zeit vor 1143 fast spur- und namenlos verschwunden war, also keine der zahlreich vernichteten slawischen Zwing- und Raubburgen war.

[2]    Der Ortsname scheint hierbei ein verlässlicheres Indiz zu sein, da es in dem Grenzgebiet auch germanische Runddörfer gab. Diese Dorfform war wohl leichter zu verteidigen.

[3]    Hart XE "Fiege, Hartwig" wig Fiege, Die mittelalterliche deutsche Ostsiedlung begann vor Hamburgs Toren, Zeitschrift  XE "Zeitschrift Pommern, Heft 3" Pommern, Heft 3, 1977, S. 26

[4]    Alex XE "Scharff, Alexander" ander Scharff, Schleswig-Holsteinische Geschichte, Territorien-Ploetz, 1982

[5]    Lange später trug ein Acker Richtung Neudorf noch den Namen Wend XE "Wendfeld" feld; siehe auch Lammers S. 304

[6]    Im 16. Jahrhundert belegten die ersten Namenslisten der Bauern in Quisdorp jedoch bereits großteils eine holländische Herkunft.

[7]    Walther  XE "Lammers, Walther" Lammers, Geschichte Schleswig-Holsteins, 4. Band, 1981, S. 297

[8]    Johannes Piening, Chronik des Kirchspiels Bosau, 1905

[9]    Die Schreibweise blieb über viele Jahre uneinheitlich (1327 Quizs XE "Quizsdorpe" dorpe, 1336 Quids XE "Quidstorpe" torpe, 1342 Quids XE "Quidstorp" torp, 1353, 1372, 1410 und 1441 Quis XE "Quistorp, Ortsbezeichnung" torp, 1392 Quis XE "Quisdorf" dorf, 1649 Quis XE "Quisdorp" dorp und seit 1856 einheitlich Quis XE "Quisdorf" dorf).

[10]  Der Name leitet sich wahrscheinlich vom slawischen Wort "cut" ab, das so viel bedeutet wie "mager, armselig" oder "dunkel". Eventuell läßt es einen Rückschluss auf sein für die Gegend eher selteneres Äußeres zu, denn Helmold soll in seiner Chronik der Slawen, 13. Jhrd, die Ostseeslawen als größtenteils blond und blauäugig beschrieben haben.

[11]  Siehe z.B. Antje  XE "Schmitz, Antje" Schmitz, Die Orts- und Gewässernamen des Kreises Ostholstein, 1981, Karl-Wacholtz-Verlag, Neumünster, S. 255

[12]  Antje Schmitz, Die Orts- und Gewässernamen des Kreises Ostholstein, 1981, Karl-Wacholtz-Verlag, Neumünster, S. 3

[13]  Anders als "Cutes" hat "Quids" oder "Qu XE "Quist" ist" keinen slawischen Sprachursprung, es könnte sich vielmehr vom niederdeutschen Wort "Quist" ableiten, das wohl soviel bedeutete wie "Ast, Zweig, Gabelung oder Giebel". Zedler Universal-Lexikon, Band 30, übersetzt „quist“ allerdings mit „wüst, verdorben, verloren“ und vergleicht es mit dem englischen „waste“ und dem französischen „gaste“. Im Schwedischen soll Quis Eiche (oder Eberesche ?) bedeuten.

[14]  Wahrscheinlich der Sitz eines der zwölf „Wittig XE "Wittigsten" sten“ {indices} Holsten im alten Gau Holstein

[15]  Laut Lammers (S. 309) gab es nach der Besiedlung durch die Schauenburger anfänglich die Loca XE "Locator" toren oder „Siedel- XE "Siedel-Meister" Meister“ und später die Bauern XE "Bauernvogt" vögte, die beide u.a. die niedere Gerichtsbarkeit innehatten. Als Gegenleistung erhielten sie das Lehen über eine Hufe.

[16]  Ob dies – wie es in unserer Familie zum Teil spekuliert wird –ein auf dem Quistenhof nicht erbender Sohn war, der vom Over XE "Overboden" boden (Landesherrn) Marcrad zum Locator bestellt wurde, gilt es noch herauszufinden.

[17]  Im Jahrbuch 2003 des Heimat XE "Eutin:Heimatverband" verbands Eutin („Zur Herkunft der Familie Quistorp“) hatten wir noch die Position bezogen, dass es zu einem Namenswechsel gekommen war. Nach weiteren Quellenanalysen spricht mehr für den Wandel der Schreibweise im Laufe der Zeit.

[18]  Urkundenbuch des Bistums Lübeck, 1 <1856>: 123, dazu S. 114/115

[19]  Lübische Mark

[20]  Nach 1279 und vor 1286

[21]  UBL 288 S. 300 Verz. Kop. 14. Jhd (Urkundenbuch verschollen)

[22]  Lübeck Civ. 48

[23]  Lübeck Civ. 93

[24]  UBBL 634

[25]  Schleswig-Holsteinische  XE "Schlesw. Holst. Requesten und Urkunden" Regesten und Urkunden (SHRU) IV 562 Or.

[26]  Schleswig-Holsteinische Regesten und Urkunden (SHRU) 1-6, 1886-1971: 4, 1437

[27]  Schleswig-Holsteinische Regesten und Urkunden (SHRU) VI 1044

[28]  Reg.Ep. 2,151

[29]  Er erhielt für seine Wiesen gutes Ackerland in Eler XE "Elerstorpe" storpe (heute Gemeinde Wangels, Kreis Oldenburg i.H.).

[30]  Mit der kirchlichen Eingliederung wurden die Bewohner des Ortes dem Bischof untertänig und zu bestimmten kirchlichen Leistungen verpflichtet.

[31]  Lüb. Zehntreg 12

[32]  Genauer gesagt, bis zur Übernahme durch Ritter Marquart von Siggem, irgendwann zwischen 1372 und 1410

[33]  Er verkaufte das Haus 1389 wieder.

[34]  Carl Wilh. XE "Pauli, Carl Wilhelm"  Pauli, Abhandlungen aus dem lübischen Rechte, Lübeck 1865, Theil 2, Seite 179 – Pauli erwähnt diesen und andere Fälle, weil früher „keine absolute Nothwendigkeit der Abtheilung“ stattfand, „wenn die Kinder und deren nächsten Freunde es zufrieden waren und nicht auf Theilung drangen“ (S.178).

[35]  Ein großer Teil der damals dokumentierten Nachnamen lassen sich – wie unserer – auf eine Ortsbezeichnung zurückführen.

[36]  Staatsarchiv  XE "Schwerin:Staatsarchiv" Schwerin, Kaufvertrag Nr. 81, E

[37]  Archiv der Hansestadt Lübeck, Interna 375 Nr. 8; erwähnt auch im Lübeckischen Urk XE "Lübeckisches Urkundenbuch" undenbuch Band 5 Nr. 352

[38]  Das Siegel hat einen Durchmesser von 23 mm und zeigt in der Mitte eine Haus XE "Hausmarke" marke. Die Umschrift enthält den vollständigen Namen, geschrieben in Majuskeln. Hausmarken waren anfangs persönliche, oft aus Handelszeichen hervorgegangene Marken, die später erblich zu Hausmarken wurden. Besondere Vorrechte. eine Hausmarke zu führen, bestanden lt. „Heraldisches Handbuch“ von F. Wa XE "Warnecke, F." rnecke von 1880 nicht. Die Blütezeit des Wappenwesens war bereits im 13. bis 15. Jhdt. Daher ist auffallend, dass Johan Q. eine Hausmarke und kein Wappen verwandte.

[39]  Als weitere Vormünder werden aufgeführt Eler St XE "Stange, Eler" ange, Bürgermeister, Stefa XE "Junge, Stefan" n Junge und Hans Be XE "Berscamp, Hans" rscamp.

[40]  UBL Nr. ???

[41]  UBL Nummern ???

[42]  Die Schreibweise in der Original Quelle endet nicht mit einem „t“

[43]  Abschrift des Lübecker Zehntregisters, S. 223, Eutiner Landes XE "Eutin:Landesbibliothek" bibliothek

[44]  Abschrift des Lübecker Zehntregisters, S. 139, Eutiner Landesbibliothek

[45]  Die Quistorfs und Quisdorfs führen in der Regel wesentlich später entstandene Herkunftsnamen und sind meist nicht mit uns verwandt.

[46]  UBBL 30-31

[47]  Heinrich  XE "Kloth, Heinrich" Kloth, Die Landgemeinde Eutin und ihre Bewohner, Eutin: Struve o.J. (ca. 1914)

[48]  Alexander Sch XE "Scharff, Alexander" arff, Schleswig-Holsteinische Geschichte, Territorien-Ploetz, 1982

[49]  Heinrich Kloth, Die Landgemeinde Eutin und ihre Bewohner, Eutin: Struve o.J. (ca. 1914)

[50]  Heinrich Kloth, Die Landgemeinde Eutin und ihre Bewohner, Eutin: Struve o.J. (ca. 1914)

[51]  Heinrich  XE "Kloth, Heinrich" Kloth, Die Landgemeinde Eutin und ihre Bewohner, Eutin: Struve o.J. (ca. 1914)

[52]  Eutiner Landesbibliothek: Kollegiatstift Eutin 2410/5r

[53]  Andreas Rö XE "Röpcke, Andreas" pcke, Das Eutiner Kollegiatstift im Mittelalter 1309 – 1535, Seite 187

[54]  Eutiner Landesbibilothek: Cedula testamento imosita (29)

[55]  Georg Wilh XE "Dittmer, Georg Wilhelm" elm Dittmer, Sassen und Holsten Recht, Lübeck 1843, S. 93

[56]  Eintragung im Trauregister des Lübecker Doms

[57]  Heinrich XE "Kloth, Heinrich"  Kloth, Die Landgemeinde Eutin und ihre Bewohner, Eutin: Struve o.J. (ca. 1914)

[58]  Heinrich Kloth, Die Landgemeinde Eutin und ihre Bewohner, Eutin: Struve o.J. (ca. 1914)

[59]  Kaufvertrag mit Siegfried  XE "Goltz, Siegfried Frhr v. der" Frhr v. der Goltz

[60]  Heinrich Kloth, Die Landgemeinde Eutin und ihre Bewohner, Eutin: Struve o.J. (ca. 1914)

[61]  Wilhelm  XE "Klupp, Wilhelm" Klupp, Schriftwechsel zur Genealogie Quistorp, April 1960

[62]  Karlhein XE "Volkart, Karlheinz" z Volkart, Zur Herkunft der Rostocker Quistorp, Genealogie Heft 4/1972 und
Wilhelm Klupp, Hamburg, Schriftwechsel zur Genealogie Quistorp, April 1960

[63]  Pfarrer Ki XE "Kirchner, Pfarrer" rchner, Leichenpredigt für Tob XE "Quistorp:Tobias" ias Quistorp, 1666, Stadtarchiv von Braun XE "Braunschweig" schweig

[64]  DGB, Bd. 11, S. 385-413

[65]  Catharina hatte drei Brüder; in Bergen/Feh XE "Fehmarn" m., in Alten XE "Altenvorde, Ditmarschen" vorde/Dithm. und in Ro XE "Rostock" stock.

[66]  Joachim Lutkeman, Leichenpredikt für Catharina Dumrath, Rostock 1647

[67]  H. F. Taddel, a.a.O., 3. Beylage, 31. März 1767, 2. Versuch, S. 148

[68]  Bevor die oben erwähnte Eintragung 1959 in dem Eutiner Bestattungsbuch von 1669 gefunden wurden, die die Verwandtschaft unserer Vorfahren zu den Niendorfer Quistorps beurkundete, beschränkten sich unsere Nachweise auf den Raum Mecklenburg und Pommern. Daher galt Joachim Quistorp, Bürger und Beutler in Rostock, lange Zeit als „dokumentierbarer Stammvater" unserer Familie.

[69]  Lt. Taddel, a.a.O., S. 149, war Bojemus‘ Bruder mit der einzigen Sohns-Enkelin v. Marti XE "Luther, Martin" n Luther verheiratet.